Forschungszentrum Generationenverträge

der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - Direktor: Prof. Dr. Raffelhüschen

Immobilien- und Kapitalmärkte

Ersparnis

Immobilien galten aufgrund ihrer Wertbeständigkeit lange Zeit als ideales Produkt zur privaten Altersvorsorge. Aus wissenschaftlicher Sicht ist besonders die doppelte Rolle der Immobilie als Konsum- und Investitionsgut von Interesse. Diese doppelte Rolle wird auch in einem Simulationsmodell am FZG abgebildet, um die Vermögensakkumulation und Vermögensdekumulation über den Lebenszyklus zu erfassen. Grundidee des Modells ist, dass Individuen aufgrund von Kreditbeschränkungen (Humankapital ist nur bedingt beleihbar) in der frühen Lebensphase primär Realvermögen (d.h. beispielsweise ein Eigenheim) erwerben, weil dieses beliehen werden kann. Erst in der mittleren Lebensphase werden verstärkt Finanzaktiva akkumuliert, die dann jedoch bereits in der frühen Ruhestandsphase wieder abgebaut werden. Dies lässt sich wiederum auf die Transaktionskosten zurückführen, da eine Veränderung der Wohnsituation gerade auch im Alter mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden ist. Im Rahmen des Simulationsmodells kann diese Grundidee zur Erklärung des nebenstehend abgebildeten, aus der EVS gewonnenen, empirischen Lebenszyklusprofils des Vermögensaufbaus und -verzehrs beitragen.

Betreuende Mitarbeiter: Jörg Schoder, Arne Leifels

Publikationen aus dem Forschungsbereich Immobilien- und Kapitalmärkte