Forschungszentrum Generationenverträge

der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - Direktor: Prof. Dr. Raffelhüschen

Die Idee

Die demografische Entwicklung der deutschen Bevölkerung hat die umlagefinanzierten Sozialversicherungssysteme unter erheblichen Reformdruck gestellt. Ohne grundlegende Veränderungen sind diese Generationenverträge in Zukunft nicht mehr nachhaltig finanzierbar. Berechnungen mittels der Methode der Generationenbilanzierung können die Probleme dieser Systeme sowie die Auswirkungen unterschiedlichster Reformmaßnahmen sichtbar machen und quantifizieren. Diese Art von Nachhaltigkeitsanalysen erlaubt zudem die Beurteilung intergenerativer Verteilungswirkungen. Neben diesen Analysen widmet sich das Forschungszentrum Generationenverträge auch der Frage nach reforminduzierten Umverteilungswirkungen innerhalb verschiedener Generationen. Neben Makromodellen finden daher auch verstärkt Simulationsmodelle auf der Mikroebene Anwendung. Darüber hinaus hat sich das Forschungsspektrum in den vergangenen Jahren stetig vergrößert und umfasst mittlerweile neben international vergleichenden Studien auch Arbeiten zu den Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf Immobilienmärkte sowie Beiträge zur Lebenszufriedenheitsforschung. Das Forschungszentrum Generationenverträge (FZG) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Forschungsinstitut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und hat vor allem während der Gründungsphase wertvolle finanzielle und ideelle Unterstützung seitens der Wirtschaft, öffentlicher Verbände und Institutionen sowie insbesondere durch die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und das Land Baden-Württemberg erfahren.

Die Aufgaben

Zentrale Aufgaben des FZG sind:

  • Die Durchführung von statistischen Nachhaltigkeitsanalysen zur finanziellen Situation der Sozialversicherungssysteme mittels der Methode der Generationenbilanzierung.
  • Die Beurteilung der Auswirkungen von Reformen auf die Nachhaltigkeit sowie die Belastungsverteilungen zwischen den Generationen.
  • Die Beurteilung von Belastungsverteilungen innerhalb einzelner Generationen mithilfe mikrodatenbasierter Modelle.
  • Der internationale Vergleich von Sozialversicherungssystemen.
  • Die Analyse der Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf den Immobilienmarkt.