Eine stetig steigende Lebenserwartung und damit einhergehende Verbesserungen des allgemeinen Gesundheitszustandes stellen erfreuliche Entwicklungen im Gesundheits- und Pflegesektor dar. Maßgeblichen Anteil hieran hat der medizinisch-technische Fortschritt, der die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten ausweitet und damit häufig ein „gesünderes“ Altern ermöglicht.

So erfreulich diese Entwicklungen sind, führen sie doch auch zu einem wachsenden Druck auf die umlagefinanzierte Gesetzliche Kranken- (GKV) sowie Soziale Pflegeversicherung (SPV), denn neben dem Krankheitskostenrisiko steigt insbesondere das Pflegebedürftigkeitsrisiko mit zunehmendem Lebensalter. Gibt es in Zukunft vermehrt ältere Menschen, kann folglich davon ausgegangen werden, dass zum einen der Bedarf an medizinischen Leistungen steigt und zum anderen die Zahl der Pflegebedürftigen zunimmt. Sowohl die Entwicklung der GKV als auch die der SPV hängt dabei von einer Vielzahl von Faktoren ab, die demografische Alterung ist hierbei nur ein wesentlicher Treiber. Ebenfalls von Relevanz sind politische Entscheidungen, Änderungen der individuellen Lebensumstände oder die Entwicklung des Arbeitsmarktes. All diese Faktoren beeinflussen die fiskalische Nachhaltigkeit beider Systeme an unterschiedlichen Stellen.

Vor diesem Hintergrund untersucht das FZG die zukünftige Finanzlage beider Systeme und analysiert dabei zusätzlich die Effekte von Reformen und Reformvorhaben hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Nachhaltigkeit.

Betreuende Mitarbeiter: Lewe Bahnsen

Publikationen aus dem Forschungsbereich Gesundheitspolitik und Pflege